Peter Witte - Ode IV

Peter Witte - Ode IV

Peter Witte - Ode IV

von Jan-Hendrik Kramer: Die Produktion des Demos haben Peter Witte und Lena Geue zu zweit in der Klanglounge eingesungen

„Gebt uns Noten“. Das war der Titel des ersten Kompositionswettbwerbes für neue Chorliteratur im Bereich Jazz/Rock/Pop. Zu dem Thema „Visions“ wurden bundesweit 64 innovative Chor-kompositionen eingereicht, aus denen nun eine Sammlung von den neun besten dieser Kompositionen veröffentlicht wurde. „Es gibt zwar massenhaft Literatur für kleine Ensembles à la Wise Guys oder Real Group, aber immer noch viel zu wenig für Chor“, erklärt Michael Betzner-Brandt, der Leiter des Jazz-Chores der Universität der Künste Berlin, die zusammen mit dem deutschen Chorverband und dem Helbling-Verlag den Wettbewerb ausschrieben.

Bei diesem Wettbewerb hat Peter Witte, Komponist und Dozent der Universität und der Hochschule Osnabrück, den 2. Preis erhalten. Vor rund einem Jahr hat dieser Osnabrücker einen ganz besonderen Liederzyklus geschrieben. Denn als Vorlage seiner Stücke für Chor und Big Band nahm er sich Gedichte vom deutschen Dichter Alfred Henschke alias Klabund (1890 – 1928). So entstand auch die „Ode IV“, dem einzigen a capella Stück seines Zyklus'. Die 90 Jahre alte etwas mysthische Ode aus dem Gedicht „Das heiße Herz“ erklingt nun durch modernem Jazzgesang. Eine erste Aufführung fand im Januar 2011 unter seiner Leitung statt. Eingesungen wurde dieses a capella Stück dann in der Klanglounge von Peter Witte selbst zusammen mit Lena Geue.

Bei der diesjährigen Dortmunder internationalen Chormesse „chorcom“ vom 22.-25. September wurde es vom Jazz-Chor „Faboulus Fridays“ der UdK Berlin unter Leitung von Betzner-Brandts aufgeführt, nachdem es zuvor zusammen mit den anderen neun besten Stücken des Wettbewerbs neu aufgenommen wurde. Diese CD und die dazugehörige Notenausgabe erschienen unter dem Namen „Visions“ im Helbling-Verlag.

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